Unser Handwerk: Schonende Langzeitröstung aus Wien
Traditionelles Trommelverfahren mit Fingerspitzengefühl
In unserer Rösterei im Dritten dreht sich alles um Qualität, Sorgfalt und das Handwerk. Wir rösten nach wie vor traditionell im Trommelverfahren. Das dauert zwar länger und braucht Fingerspitzengefühl, aber das ist es uns wert.
Warum? Weil wir jede Sorte so behandeln, wie sie es verdient – mit Respekt und Geduld. So kitzeln wir aus jeder Bohne genau das Aromaprofil heraus, das sie besonders macht. Bei uns gibt es keinen Schnickschnack, sondern einfach nur guten Kaffee.
Unsere Philosophie ist einfach: Guter Kaffee beginnt mit Respekt vor dem Naturprodukt. Deshalb nehmen wir uns beim Rösten bewusst die Zeit, um das Beste aus jeder Ernte herauszuholen. Jede Charge ist Handarbeit, bei der wir mit Gefühl auf das Aromaprofil eingehen – für echten Geschmack in der Tasse.

Der Produktionsprozess im Detail
1. Die Röstung
Wir rösten mit einem klassischen 60-Kilo-Trommelröster von Probat. Das doppelwandige Modell wird mit Gas beheizt, wobei der Rohkaffee bei Lufttemperaturen von 170°C bis 220°C in der Trommel dreht. Je nach Röstprofil dauert das Ganze bis zu 28 Minuten, bis die Bohne die perfekte Farbe hat.
Durch die genaue Steuerung von Temperatur, Luftstrom und Trommeldrehung passen wir die Entwicklungsphase der Aromen exakt an das Profil an, das wir wollen.
2. Die Kühlung
Gekühlt wird nach dem Rösten in einem eigenen Kühlsilo mit frischer Luft. Im Gegensatz zu den Industrie-Röstern spritzen wir kein Wasser auf die heißen Bohnen und nutzen auch keine chemischen Kühlgase, um Zeit zu schinden. Der Kaffee wird rein mechanisch und schonend von seinen 165°C Kerntemperatur auf Raumtemperatur heruntergekühlt.
Wie lang das Abkühlen dauert, hängt vom Wetter ab – je nach Jahreszeit sind es 10 bis 15 Minuten. Dabei muss man höllisch aufpassen und die Bohnen permanent im Auge behalten, damit sie außerhalb der Trommel nicht ungewollt nachrösten.
Nach dem Kühlen läuft der Kaffee noch durch einen Kontrolltunnel. Dort sieben wir Fremdkörper wie kleine Feldsteine zuverlässig aus, damit am Ende nur die reinen Bohnen übrig bleiben.
3. Die Verpackung
Der letzte Schritt bei uns ist das aromasichere Abpacken. Nach dem Kühlen wandert der Röstkaffee erst einmal in geschützte Edelstahlbehälter. In diesen Silos lassen wir den frischen Kaffee zwei bis drei Stunden rasten, damit sich die Strukturen stabilisieren können.
Nach dieser Ruhephase saugen wir den Kaffee materialschonend per Vakuum in die Abfüllmaschine und packen ihn in unsere Verbundbeutel. Wir verwenden dafür ausschließlich Barriere-Materialien, damit die Qualität und die Frische der Bohnen auch wirklich lang erhalten bleiben.
Jeder Beutel hat ein Einweg-Aromaventil. Das sorgt dafür, dass der Kaffee nach dem Rösten ganz natürlich ausgasen kann, während gleichzeitig kein Sauerstoff reinkommt – weil der ist bekanntlich der größte Feind des Aromas.
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