Saturday 19. May 2012
In unserem Kundencenter bieten wir Ihnen Hilfe und Informationen zu unseren Services.

Kaldi und seine Herde

warum wir Ziegen die Entdeckung verdanken

Es gibt sehr viele Geschichten um die Entdeckung des energiegeladenen
Getränkes Kaffee aber die wohl schönste Überlieferung handelt von einem
Ziegenhirten namens Kaldi, der täglich seine Ziegen auf den äthiopischen
Bergpfaden zu fressbaren Grün führte. Eines Tages als Kaldi seinen Heimweg
antreten wollte konnte er trotz mehrmaligen Rufen seine Ziegen nicht heranholen.
So beschloss er nach Ihnen Ausschau zu halten und fand diese wie wild hüpfend um
einen Strauch mit dicken dunkelgrünen Blättern tief versteckt und geschützt im
Dunkel des Blätterdaches im äthiopischen Regenwald. Die Ziegen kauten die
Blätter und Kaldi tat es Ihnen gleich als er die angenehm belebende Wirkung
spürte. Zuerst dachte Kaldi es sei Gift welches in den Blättern der Pflanze war,
doch als er die dunkelroten Kirschen des Strauches kostete, diese schmeckten
süßlich mild. Die Kerne konnte er nicht zerkauen doch die Wirkung der Blätter
und Kirschen auf den Ziegenhirten war belebend und er hatte das Gefühl nie
wieder müde oder griesgrämig zu sein.

Äthiopien und ein Getränk namens "Bunn"

erst Tee, dann Wein und viel später erst geröstet

Vorerst wurde der „Bunn“, wie der Kaffee genannt wurde nur in kleinen Mengen
in Äthiopien angebaut und die Blätter und Beeren wurden mit kochendem Wasser zu
einem Tee aufgegossen. Die Bohnen wurden vermahlen und mit Tierfett zu einer
energiereichen Zwischenmahlzeit zubereitet. Aus dem Fruchtfleisch wurde durch
vergären ein Wein hergestellt. Aus den gerösteten Kirschschalen wurde ein
süßliches Gebräu namens „Qishr“ (Kisher) zubereitet. Erst im 16.Jhdt hat jemand
die Bohnen geröstet, gemahlen und einen Aufguss zubereitet – so entstand die
erste Zubereitung wie wir sie heute kennen.

Von Äthiopien aus - der Wiege der Menschheit und auch des Kaffees – war es
nur eine Frage der Zeit bis über den schmalen Streifen des Roten Meeres Kaffee
seinen Siegeszug über den Jemen antrat. Die Araber verfielen dem Getränk und
Mohammed soll erklärt haben, dass er nach dem Genuss von „Qahwa“ wie die Araber
das Getränk nannten, „40 Männer vom Pferde reißen und vierzig Frauen beglücken
konnte“.

die Türken erkennen die positive Wirkung

eine Hafenstadt ist namensgebend bis heute

Bald erreichte Kaffee die Türkei und die stimulierende Wirkung war äußerst
beliebt. Kaffee wurde bereits damals in der Türkei in den kleinen Kupferkännchen
„Ibrik“ zubereitet der dreimal zum Aufkochen gebracht wurde bevor der
dickflüssige Trank serviert wurde. In den öffentlichen Kaffeeschenken wurde,
angeregt geplaudert, gedichtet, einfach amüsiert oder Geschäfte abgeschlossen.
In der Türkei gewann das Getränk derart hohe Bedeutung, dass das Fehlen von
Kaffee oder das Verweigern von Kaffeegenuss des Mannes eine Frau dazu berechtigt
die Scheidung zu verlangen.

Im Allgemeinen wurde Kaffee über die Hafenstadt Moccha Kaffee nach Triest und
Europa verschifft und der Name Mocca (des Verschiffungshafens) wurde als
Bezeichnung für Kaffee bis heute geprägt. Die niederländische Ostindischen
Kompanie kultivierte im Jahre 1616 in Ceylon (Sri Lanka), Java, Sumatra, Celebes
und Bali. Diese Anbaugebiete wurden weltweit unter der Bezeichnung „Java-Kaffee“
gehandelt. So wurde „Mocca“ und „Java“ zu den berühmtesten und beliebtesten
Kaffeesorten. Diese Bezeichnung sind vor allem in Europa und Amerika zu dem
Inbegriff für hochwertigen Kaffee geworden. Diese Namensgebungen haben sich im
Laufe der Zeit gewandelt und so bedeutet heute „Mocca“ - kleiner kräftiger
schwarzer Espresso.

der Siegeszug nach Europa beginnt

Venedig - Wien - Paris

In der ersten Hälfte des 17.Jhdt war Kaffee in Europa zwar nicht mehr
unbekannt, jedoch wenn dann hauptsächlich ein Getränk der Oberschicht.

Ab 1650 wurde Kaffee in Italien von Straßenverkäufern, die Limonade, Alkohol,
Kakao und nun auch flüssigen Kaffee darboten. Im Jahre 1683 eröffnete Italiens
erstes „Caffé“ in Venedig als Wien gerade von den Türken zum zweiten Mal
belagert wurde. Die Türken ließen 500 riesige Säcke nach der Befreiung durch die
polnischen Truppen zurück. Die Wiener hielten die gelblich-türkisen Bohnen für
Kamelfutter und begannen die Bohnen zu verbrennen. Kolschitzky, der viele Jahre
in Arabien gelebt hatte erkannte den Geruch und griff ein, da er den Kaffee
retten wollte. Kolschitzky eröffnete bald das erste Wiener Café, die „Blaue
Flasche“ und Kolschitzky war der Erste, der den Sud ausfilterte und mit Milch
den Kaffee für die Österreicher bekömmlicher zu machen.

1686 öffnete das erste Kaffeehaus in Frankreich seine Pforten. Das bis heute
bekannte „Café Procope“ in Paris, das im folgenden Jahrhundert bekannte
Persönlichkeiten wie Voltair, Rousseau, Diderot und Benjamin Franklin anzog.

Bereits 1721 gab es in fast allen großen deutschen Städten Kaffeehäuser doch
viele Ärzte warnten vor Todgeburten und Unfruchtbarkeit. Als humorvolle Antwort
Johann Sebastian Bachs schrieb er die bekannte „Kaffeekantate“.

Bereits 1650 eröffnete Jacobs (eine Namensgleichheit mit dem Kaffeeröster
Jacobs) ein libanesischer Jude das Kaffeehaus „für einige, die Freude am Neuen
haben“. In London wurde Kaffee dermaßen beliebt, dass es bereits um 1700 über
2000 Kaffeehäuser gab. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass die Briten ab
1730 vom Kaffee immer mehr abgekommen sind. Kaffeehäuser wurden in private
Herrenclubs oder Gaststätten umgewandelt und die neuen öffentlichen Teegärten
wurden etabliert. Durch die Eroberung Indiens durch die Briten war Tee billiger
und „die ehrenwerte Britische Ostindische Kompanie“ vertrieb Tee als Monopol.
Tee war leichter zu verarbeiten, konnte länger ohne Qualitätsverlust gelagert
werden und die Briten haben niemals richtig gelernt Kaffee richtig
zuzubereiten.

Kaffeerösterei
Espressomaschinen
Service
"Brasil" Kaffee-Tee-Import, Großrösterei, Josef Sochovsky GmbH, 1030 Wien, Rennweg 75, Tel.: +43.1.713 61 12-0 | Fax: +43.1.715 63 14 | mocca@brasil.at
http://www.brasil.at/